Echte und unechte Farben

Als Echte Farben werden in der Druckindustrie jene Farben benannt, deren Farbton in der Farbdose schon dem späteren Druckergebnis entspricht (zum Beispiel der Farbton Grün). Es handelt sich um einen standardisierten fertig gemischten, unveränderbaren, 100 %igen Farbton. Da der Farbton je nach Papieroberfläche optisch unterschiedlich ausfällt, unterscheidet man zusätzlich zwischen Natur- (Schreibmaschinen Papier) oder Kunstdruckpapier (gestrichenes Papier). Deshalb die zwei Serien N + K. Als Farbton werden die Farbfächer HKS (Europaweit) oder der amerikanische Farbfächer Pantone, benannt. Hausfarben werden so genauestens definiert. Um das Corporate Design zu wahren, lassen Agenturen bei einem Farbdruck die Hausfarbe als 5. oder 6. Farbe mitdrucken

Verschiedene Farbfächer

Ein unechter Farbton wird erst im Druckprozess gemischt. Das o.g. Beispiel Grün, wird hier durch 100 % Blau und 60 % Gelb gedruckt. Zur Anwendung findet die gleiche Technik wie bei einem farbigen Bild. Auch hier werden die Farbtöne, wie bei einem Bild, durch die 4 Grundfarben Magenta, Cyan, Gelb und Schwarz gedruckt.

Die Nachteile nimmt man aus Kostengründen in Kauf.

Die Farbfläche wird durch Rasterpunkte erzeugt und wirkt in der Fläche störend. Der Fachmann sieht dies auf den ersten Blick.

Durch Farbschwankungen im Druckprozess der einzelnen Grundfarben von nur 1% ergeben sich zusammen 4%, und diese 4% verändern den Farbton gewaltig. Bei Kunstdruckpapieren mit einer hohen Rasterdichte ist der Spielraum geringer als bei Naturpapieren, die eine geringere Rasterdichte vertragen.

 

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